Thailand4Oberschule Westercelle und Ernestinum reisen nach Thailand

Für ihren ersten Flug hat sich Eileen Abraham gleich eine große Reise ausgesucht. Im Rahmen des Austauschs der Oberschule Westercelle und des Gymnasiums Ernestinum mit der Triam-Udom-Suksa-Schule in Bangkok führte die erste Flugreise der Neuntklässlerin in die 8800 Kilometer entfernte Hauptstadt Thailands.


18 Schülerinnen und Schüler der beiden Celler Schulen haben sich mit den Lehrerinnen Frau Carlow-Meyer und Frau Mumm vom 16. Januar bis zum 1. Februar auf den weiten Weg gemacht, um die thailändische Kultur kennenzulernen.

„Ich war zwar etwas aufgeregt, aber die Anreise verlief sehr gut“, sagt Eileen. Beim Besuch der Schule in Bangkok fielen ihr gleich die Unterschiede auf: „Die Schule hat einen Riesencampus mit 13 mehrstöckigen Gebäuden“, berichtet sie. Etwa 4500 Schüler gehen auf die Triam-Udom-Suksa-Schule, die als Eliteschule gilt. „Für uns war es auch ungewohnt, dass alle Schüler Schuluniformen tragen und morgens die Nationalhymne singen müssen“, ergänzt Ben Jürgensen (9d). „Und die Lehrer unterrichten in den großen Klassen mit bis zu 40 Schülern mit Hilfe von Mikrofonen“, sagt Eileen.

Im Unterricht haben die Schüler aus Celle eine Einführung in die thailändische Kultur bekommen und etwas über die Sprache und Tänze gelernt. Auf ihrer Reise durch die thailändische Hauptstadt erkundeten die Schüler in den folgenden Tagen auch den Königspalast, die Tempel Loha Prasat, Wat Arun und Wat Pho mit dem berühmten 45 Meter langen und 15 Meter hohen liegenden Buddha sowie den Smaragd-Buddha, das National-Heiligtum Thailands.

Das Thema „Licht – multikulturell in Zeit und Raum“ führte die Gruppe außerdem in das Planetarium sowie das Learning Center der Electric Company, in der die Schüler über Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit Energie und Licht informiert wurden. Abgerundet wurde das Programm am Schluss mit einem kurzen Strandurlaub in Hua Hin, wo die Besichtigung einer Ananasplantage auf dem Programm stand und die Schüler im Khao-Sam-Roi-Yot-Nationalpark in der Phraya-Nakon-Höhle den Khuha-Kharuehat-Pavillon besichtigten, der zu bestimmten Zeiten durch ein Loch in der Decke von der Sonne angestrahlt wird. „Der Weg zu dem Pavillon war zwar anstrengend, aber die Aussicht hat sich wirklich gelohnt“, sagt Eileen, die auf der Reise auch zahlreiche Fotos gemacht hat.

Für Eileen und Ben war die Reise eine prägende Erfahrung, auf der sie viel gelernt haben. „Ich habe mit meiner Gastschwester, die uns schon im Herbst an der Oberschule besucht hat, in einer WG gewohnt“, berichtet sie. „Mein Gastbruder hat eine Einzelwohnung, das war anfangs etwas ungewohnt, aber wir haben uns schnell eingewöhnt“, sagt Ben. Mit ihren Gastgeschwistern, aber auch mit den Schülern des Ernestinums, haben die Westerceller Schüler neue Freundschaften geknüpft, die auch über den Austausch anhalten sollen. Über Soziale Netzwerke bleiben sie trotz der großen Distanz verbunden. „Wir hatten einen guten Draht zueinander“, sagt Eileen, die sich mit den Thailändern über ihre Hobbys wie Zeichnen oder Musik unterhalten hat – auf Englisch versteht sich. „Ich habe mit meinem Gastbruder viel diskutiert, zum Beispiel über Politik oder kulturelle Unterschiede“, erzählt Ben.

Kein Wunder also, dass die beiden den Austausch allen Schülern nur empfehlen können. „Ich möchte nächstes Jahr gern wieder mit nach Thailand fliegen“, sagt Eileen. „Mich fasziniert die Kultur, und die Menschen sind dort sehr nett und offen und kommen auf einen zu.“ Auch Ben rät seinen Mitschülern, die Chance zu nutzen: „Die Reise nach Thailand war eine tolle Erfahrung, an die ich mich noch sehr lange erinnern werde.“


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