Erasmus+-Austausch: Besuch aus Lettland an der Oberschule Westercelle
Vom 9. bis 13. März 2026 durfte die Oberschule Westercelle im Rahmen des Erasmus+-Programms eine Schüler- und Lehrergruppe aus Rugāji in Lettland in Celle begrüßen. Die Austauschpartnerschaft bietet Jugendlichen aus beiden Ländern die Möglichkeit, gemeinsam zu lernen, neue Kulturen kennenzulernen und internationale Freundschaften zu knüpfen.
Organisiert wurde die Begegnung von den Lehrkräften Frau Socher und Frau Lozano-Thies. In einer abwechslungsreichen Woche erwartete die Gäste ein Programm aus Unterricht, Workshops, Exkursionen und gemeinsamen Freizeitaktivitäten.
Ankunft und gemeinsames Kennenlernen
Am Montagnachmittag (9. März) traf die lettische Gruppe nach einer langen Busreise und nach einer Zwischennacht in Polen in Celle ein und bezog ihre Unterkunft auf dem Hof Diestel in Hambühren. Am Abend wurden die Gäste bei einem gemeinsamen mediterranen Buffet im Restaurant „Anderer’s Allerblick“ in Winsen/Aller offiziell von den deutschen Koordinatorinnen begrüßt. In entspannter Atmosphäre konnten sich alle Beteiligten kennenlernen und erste Gespräche führen.
Einblick in den Schulalltag und die Stadt Celle
Der Dienstag begann mit einer offiziellen Begrüßung durch den Schulleiter Herrn Krüger der Oberschule Westercelle. Anschließend stellten deutsche Schülerinnen und Schüler ihre Schule in einem kurzweiligen englischen Rundgang vor und beantworteten alle offenen Nachfragen. Besonders der lettische Schüler Kaspars freute sich darüber, dass er als professioneller Basketballspieler sein Können beim spontanen Besuch in der Sporthalle zeigen konnte.
Anschließend arbeiteten die internationalen Gruppen gemeinsam in einem sehr experimentierfreudigen Chemie-Workshop, bei dem Frau Dr. Dannhausen die Explosionskraft von Mehl anschaulich demonstrierte. Gestärkt wurden die jungen ForscherInnen dann bei einem Mittagessen in der Mensa, dass Frau Walther für die Gruppen vorbereitet hatte.
Am Nachmittag traf sich die Gruppe am Celler Schloss, wo eine Führung durch das historische Gebäude stattfand. Danach erkundeten die Schülerinnen und Schüler bei einer Stadtrallye in gemischten Gruppen die Celler Altstadt und beantworteten spannende Fragen zur Geschichte der Stadt.
Sowohl der lettische Schüler Raitis als auch Max, Joel und Matti von der Oberschule meinen: „Die Stadtrallye hat viel Spaß gemacht. Wir haben Celle besser kennengelernt und mussten als Team zusammenarbeiten.“
Der Tag endete mit einem gemeinsamen traditionellen Abendessen in der Gaststätte „Zur Glocke“. Gabriela „hat es sehr gut geschmeckt, auch wenn wir ein wenig auf das Essen warten mussten.“
Exkursion nach Bremen
Am Mittwoch unternahmen die lettischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den beteiligten Lehrkräften eine Exkursion nach Bremen. Ziel war das Universum Bremen, ein interaktives Wissenschaftsmuseum, in dem die Jugendlichen naturwissenschaftliche Phänomene selbst ausprobieren konnten.
Nach dem Besuch des Museums ging es weiter in die Bremer Innenstadt. Bei einer Führung durch das historische Schnoorviertel erhielten die Teilnehmenden Einblicke in einen der ältesten Stadtteile Bremens.
„Im Universum konnten wir viele Experimente selbst ausprobieren. Das war viel interessanter als nur darüber zu lesen“, sagen Margita und Dinija.
Technik-Workshop in Hannover
Der Donnerstag stand im Zeichen von Technik und Informatik. Gemeinsam reisten die deutschen und lettischen Schülerinnen und Schüler nach Hannover zur Hochschule Hannover. Dort nahmen sie am Programm „Zukunft MINT“ teil und arbeiteten in einem Workshop im Projekthaus zum Thema „Game Design und Programmierung“.
Dabei entwickelten sie erste Ideen für eigene Spiele und erhielten Einblicke in grundlegende Programmierkonzepte.
Ezda und Lara fassen ihre Erfahrung so zusammen: „Der Workshop war richtig spannend. Ich hätte nicht gedacht, dass man so schnell ein eigenes kleines Spiel entwickeln kann.“
Am Abend fand ein gemeinsamer Abschiedsabend im Freien statt. Bei Essen, Musik und einem Lagerfeuer konnten alle Beteiligten die ereignisreiche Woche gemeinsam ausklingen lassen. Julia fasst den Abend so zusammen: „Ich fand den Abend sehr schön, weil er sehr entspannt war und ich den lettischen Volkstanz kennengelernt habe.“
Präsentationen und Abschied
Am Freitag trafen sich alle noch einmal in der Mensa der Oberschule Westercelle. In Gruppen dokumentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Erlebnisse der Woche und bereiteten Präsentationen in der digitalen Pinnwand Edumaps vor. Anschließend stellten sie ihre Ergebnisse mündlich vor und reflektierten die gemeinsamen Erfahrungen.
Auch Herr Krüger kam noch einmal zu einem persönlichen „Farewell“ vorbei.
Danach hieß es Abschied nehmen und die lettische Gruppe trat ihre lange Heimreise an.
Europa erleben und voneinander lernen
Der Besuch aus Lettland war für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre Englischkenntnisse anwenden, neue Perspektiven kennenlernen und erleben, wie europäische Zusammenarbeit ganz praktisch funktioniert.
Nozheen von der Oberschule Westercelle brachte es am Ende der Woche auf den Punkt:
„Diese Woche hat gezeigt, wie wichtig Austauschprogramme sind. Man lernt neue Menschen kennen, entdeckt andere Kulturen und merkt, wie verbunden Europa eigentlich ist. Wichtig ist, dass man Menschen immer so behandelt, wie man selbst behandelt werden möchte.“
Die Freude auf das Wiedersehen ist bereits groß: Im Mai 2026 wird die deutsche Schülergruppe im Rahmen des Erasmus+-Projekts die Partnerschule in Rugāji besuchen und dort den zweiten Teil des Austauschs erleben.
Die Oberschule Westercelle freut sich darauf, diese europäische Partnerschaft weiterzuführen und den Schülerinnen und Schülern auch in Zukunft internationale Begegnungen zu ermöglichen.
Alle Bilder des Ausflugs finden sie hier:
Erasmus+ Germany March 2026 | Failiem.lv.
